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Thema: Deutschland vs. Polen 2:0 Mo Jun 09 2008, 09:01 |
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Poldi beendet 12-jährige Durststrecke
Die deutsche Nationalmannschaft hat das erste EM-Spiel seit dem Finale von Wembley 1996 gewonnen. Gegen Polen setzte sich das DFB-Team zum Auftakt der 2008er-Auflage durch einen Doppelpack von Lukas Podolski mit 2:0 durch. Doch so deutlich wie es klingt, war der Erfolg nicht.
In der 20. und 73. Minute war der Münchner zur Stelle und sicherte der deutschen Mannschaft nicht nur die ersten drei Punkte bei der EM, sondern auch die Tabellenführung in der Gruppe B. "Wir hätten in der zweiten Hälfte mehr machen müssen. Dann wird es immer noch einmal gefährlich. Aber wir haben zum Glück im richtigen Moment das zweite Tor nachgelegt", analysierte Michael Ballack.
Damit bleibt auch die weiße Weste gegen Polen unbefleckt. Noch nie verlor man gegen den östlichen Nachbarn. Der Traum vom EM-Titel darf bei der deutschen Mannschaft weiter geträumt werden. Bei jedem der drei Triumphe bisher hatte das Team jeweils im Eröffnungsspiel triumphieren können. "Das gibt immer Selbstvertrauen, wenn man mit einem Sieg ins Turnier startet", erklärte Ballack.
Abstimmungsschwierigkeiten zu Beginn
Joachim Löw setzte auf eine offensive Aufstellung mit den beiden Spitzen Mario Gomez und Miroslav Klose und der Flügelzange Lukas Podolski auf links und Clemens Fritz auf der rechten Seite dahinter. Bastian Schweinsteiger saß zunächst auf der Bank. Polens Coach Leo Beenhakker musste den kurz vor Turnierbeginn ausgefallenen Jakub Blaszczykowski ersetzen. Der Niederländer baute auf ein 4-5-1-System mit Ebi Smolarek als einziger Spitze.
Die Partie verzeichnete bereits nach 34 Sekunden einen ersten Höhepunkt. Eine polnische Flanke von der rechten Seite deckte Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Jens Lehmann und Per Mertesacker auf. Der Keeper stürzte etwas übermotiviert aus seinem Kasten, rannte seinen Teamkollegen fast über den Haufen. Den Abpraller drosch Jacek Krzynowek jedoch glücklicherweise über das deutsche Tor.
In einer temporeichen ersten Halbzeit kam Deutschland in der fünften Minute das erste Mal gefährlich vor das Tor der Polen. Klose brach alleine durch, doch statt selbst den Abschluss zu suchen, passte er auf den parallel mitgelaufenen Gomez. Der traf den Ball mit der Fußspitze jedoch nicht richtig und schob ihn am Tor vorbei.
Chancenverwertung lässt zu wünschen übrig
Deutschland gewann an Sicherheit. Gomez hebelte mit einem feinen Pass aus dem Fußgelenk die polnische Viererkette aus. Klose löste sich, nahm das Zuspiel in abseitsverdächtiger Position auf, stürmte aufs Tor zu und legte quer auf Podolski. Der Bayern-Stürmer schob zur 1:0-Führung (20.) ein. Mit allzu großem Jubel geizte der gebürtige Pole im Anschluss allerdings. "Ich bin in Polen geboren und habe eine große Familie dort. Polen liegt mir natürlich am Herzen", begründete der Stürmer.
Polen kam zwar zu einigen Kontern, doch verpufften diese wirkungslos. Die beste Chance hatte Wojciech Lobodzinski (28.), der halbrechts flach abzog und Lehmann zu einer ersten guten Parade veranlasste. Deutschland eigentlich Herr im Wörtherseestadion, konnte vor allem immer wieder über die Außen die Abwehr der Polen in Gefahr bringen. Doch in der Defensive fielen in der Anfangsphase einige Unstimmigkeiten zwischen Lehmann und den Vorderleuten auf, die vereinzelt gefährliche Situationen für das deutsche Tor hervorriefen. Lobodzinski enteilte Marcell Jansen, legte zurück in den Strafraum, doch Maciej Zurawskis Schuss (35.) verfehlte das Tor.
Klasse funktionierte im deutschen Team dagegen das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff. Immer wieder konnte das Beenhakker-Team überlaufen werden. Allerdings fehlte die Durchschlagskraft, immer wieder suchten die deutschen Stürmer den Nebenmann, anstatt selbst abzuschließen. So auch in der 37. Minute, als Gomez eine schöne Fritz-Vorlage zu Klose weitergab, der aber das Tor verfehlte. Danach ließ sich Deutschland etwas zurückfallen und agierte vorsichtiger. "Da haben wir uns zu sehr fallen lassen, sind zusehr auf Sicherheit gegangen", analysierte Jogi Löw nach der Partie.
Polen macht Tempo, Poldi das Tor
Die zweite Hälfte begann Deutschland zunächst feldüberlegen, doch das knappe Ergebnis gab dem deutschen Team nicht die nötige Sicherheit. Polen übernahm mehr und mehr die Initiative - angetrieben von dem nach der Pause eingewechselten Roger Guerreiro. Deutschland büßte den Schwung der ersten Hälfte komplett ein.
Jogi Löw hielt es nicht mehr auf der Bank. Denn Deutschland lief Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben und hatte Glück, dass der freistehende Ebi Smolareks Tor wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Das DFB-Team versuchte sich gegen eine früh störende polnische Mannschaft zu ordnen.
Mit Bastian Schweinsteiger brachte Löw für den eigentlich gut spielenden Clemens Fritz einen frischen Offensivspieler - eine gute Wahl, wie sich zeigen sollte. Der Bayern-Spieler sorgte für viel Bewegung.
In der 70 Minute konnte jedoch zunächst einmal Philipp Lahm auf der rechten Seite zur Grundlinie durchbrechen, flankte in die Mitte, doch Michael Ballack, von dem nicht allzu viel zu sehen war, scheiterte an einer tollen Parade von Artur Boruc.
Doch die Aktion schien das Selbstvertrauen der Deutschen wieder gestärkt zu haben. Schweinsteiger bedrängte Golanski im eigenen Strafraum in eigentlich aussichtloser Position, legte quer auf den am 16er lauernden Klose. Der Münchner semmelte jedoch drüber und so kam der herangeeilte Podolski an den Ball. Mit einem strammen Schuss in den Winkel erzielte er das mehr als glückliche 2:0.
Doch unter Dach und Fach war die Partie immer noch nicht. Guerreiro ließ erneut Jansen auf dem linken deutschen Abwehrseite nicht gut aussehen. Der erst kürlich eingebürgerte Brasilianer flankte auf den schussbereiten Marek Saganowski, doch Lehmann war auf dem Posten, klärte die Situation souverän und hielt den Auftakterfolg der deutschen Mannschaft fest. "Das gibt uns Sicherheit, die Mannschaft hat sich den Sieg redlich verdient", fiel letztlich das Fazit von Löw positiv aus und Kapitän Ballack ergänzte: "Wir haben heute ein gutes Spiel hingelegt und jetzt muss es so weitergehen. Wir dürfen uns nicht ausruhen, das war nur der erste Schritt."
Quelle: sportal.de
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Thema: Deutschland - Polen - Statistik Mo Jun 09 2008, 09:13 |
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Tore Deutschland geg. Polen
Podolski (20.) 1:0 Podolski (72.) 2:0 Gelbe Karten
Deutschland Schweinsteiger (64.)
Polen Smolarek (40.) Lewandowski (60.)
Rote Karten keine
Einwechslungen
Deutschland 55. Schweinsteiger für Fritz 76. Hitzlsperger für Gomez 90. Kuranyi für Klose
Polen 46. Guerreiro für Zurawski 65. Piszczek für Lobodzinski 75. Saganowski für Golanski
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